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Klettern im Schwarzwassertal |
Über das Klettern im Schwarzwassertal
Mit Sicherheit ist davon auszugehen, dass schon früher - vermutlich bereits kurze Zeit nach dem Einsetzen der Besiedlung - erste Kletterversuche von Ortsansässigen unternommen wurden.
Das sportliche Klettern im Tal der Schwarzen Pockau begann aber nachweislich der Aussagen von älteren Pobershauern bzw. verschiedener Literatur erst in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, als nach dem 1. Weltkrieg und der Not der unmittelbaren Nachkriegszeit verstärkt die Sehnsucht der Menschen nach der Idylle in der Natur erwachte. Maßgeblich beteiligt waren hierbei Naturbegeisterte aus dem Chemnitzer- und vereinzelt auch aus dem Dresdner Raum. Beklettert wurden der Katzenstein, dessen Name sich von der Form seines Plateaukopfes ableitete (den es aber nach einer Sicherheitssprengung durch den Forst in den Siebziger Jahren leider nicht mehr gibt), die sogenannte "Kaffeemühle", der Nonnenfelsen mit der Katzensteinnadel, die Teufelsmauer, die Goldkrone, die Ringmauer, der Vogeltoffelfelsen und der Löwenkopf. Letzterer liegt bereits außerhalb des eigentlichen "Schwarzwassertals" genauso wie der kaum bekannte "Münzmeister". Neu hinzugekommen ist noch die Massivkletterei an der "Silberwand" in unmittelbarer Nähe des "Hinteren Nonnenfelsens". Auf der anderen Seite dürfen heute im 1937 zum Naturschutzgebiet erklärten Gebieten wegen Flechten und Moosen am Fels sowie der Brut von seltenen Vögeln der Katzenstein, der Vogeltoffelfelsen, der Löwenkopf, die Ringmauer und die Kaffeemühle nicht mehr beklettert werden.
Das Tal bietet vielfältige Klettervarianten bis hin zur Schwierigkeitsstufe IX Sächsischer Skala. Leider ist man auch hier im mittleren Erzgebirge vor den Gefahren im Bergsport nicht gefeit. So kostete 1938 einem Kletterer sein Hobby sogar das Leben. Die Bergsteiger damals hatten - wenn überhaupt - manchmal nur Wäscheleinen u. ä. zur Verfügung und selbst ein somit "gesicherter" Sturz wäre zumindest mit Verletzungen des Brustkorbs verbunden gewesen. Etwa zu jener Zeit waren auch Einheimische aktiv im Klettern engagiert, wie z.B. Manfred Schönherr, Karl Oesterreich oder Werner Jehmlich. Auswärtige Bergfreunde nutzten damals zum Übernachten gern die Bergschänke, die später vom legendären singenden Gastwirt Fritz Schönherr geführt wurde.
Wenn Sie weitere Informationen über das Klettern im Schwarzwassertal haben, dann teilen Sie diese bitte Renè Schubert mit (Tel. 03735/609750). Herr Schubert bemüht sich derzeitig um eine chronologische Darstellung der Kletteregion des Schwarzwassertals.
aus: Wochenspiegel 25/11/2009, S. 2
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weitere Informationen über das Klettern in Pobershau unter:
www.kv-fernblick.de
www.erzgebirge-erleben.de
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